Österreich radelt wieder

Pünktlich zur Radsaison ist die Kampagne „Österreich radelt“ gestartet. Unter dem Motto „Jede Radfahrt zählt“ ruft die Aktion bereits zum fünften Mal in Folge zum Sammeln von Radkilometern aufgerufen. Ob in die Arbeit, Schule, Alltagswege oder als Sport – von 20. März bis 30. September können online oder in der App geradelte Kilometer eingetragen werden. Im Vorjahr machten 36.000 Radfahrer:innen mit und fuhren 29 Millionen Kilometer auf dem Bike.

Radverkehrsanteil verdoppeln

Damit wurden potenzielle Autofahrten ersetzt und mehr als 5.000 Tonnen CO2 eingespart. „Für Fahrten unter 2,5 Kilometer ist das Rad unschlagbar“, sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler bei einem gemeinsamen Termin mit Gesundheitsminister Johannes Rauch (beide Grüne) am Montag am Ringradweg in Wien. „Radfahren ist gut für die Umwelt, fürs Klima und die eigene Gesundheit“, sagte die Ministerin. Jetzt sei die „beste Zeit, um Rad zu fahren“, ergänzte Rauch mit Blick auf das beginnende Frühlingswetter. Der Gesundheitsminister betonte, dass Radeln Herzkreislauf-Erkrankungen vorbeugt und die Gelenke schont, weshalb es ein geeigneter Sport für jedes Alter ist. Laut Statistik Austria steigen 2,7 Millionen Menschen in Österreich regelmäßig auf das Fahrrad. Mit der nun gestarteten Aktion soll der Radverkehrsanteil weiter gesteigert werden – Gewessler will den Anteil verdoppeln. Im Vorjahr waren mehr als 600 Firmen und Gemeinden sowie 250 Vereine und 130 Bildungseinrichtungen mit dabei.

Wien und Vorarlberg Radlspitze

Rauch berichtete, dass er vor seiner Arbeit als Gesundheitsminister in Vorarlberg als Landesrat für den Radverkehr zuständig war und dieser konsequent ausgebaut wurde. Vorarlberg sei „ein Radland“ und habe nach Wien den zweithöchsten Anteil an Radlern. Gewessler und Rauch stiegen nach dem Termin selbst auf Räder – der Gesundheitsminister auf ein Rennrad, die Umweltministerin auf ein Faltrad. „Ich hab drei Fahrräder, mit diesem bin ich am Wochenende unterwegs“, sagte Rauch. Rennräder dürfen bei Tageslicht und guter Sicht ohne Reflektoren und einer Klingel gefahren werden.

Österreich radeltErmuntern und gewinnen

Für die fleißigsten Radler:innen gibt es auch heuer wieder Preise. Die geradelten Kilometer können auf radelt.at oder in der „Österreich radelt“ App eingetragen und die Leistungen im freundschaftlichen Wettbewerb verglichen werden. Darüber hinaus werden bei verschiedenen Aktionen – von „Österreich radelt zur Arbeit“ über „Österreich radelt zur Schule“ bis hin zum „Sommerradeln“ – Preise wie Fahrräder, E-Bikes, Falträder und Fahrradzubehör verlost. Interessierte Betriebe, Gemeinden, Vereine und Bildungseinrichtungen können sich unter hier anmelden und Mitmenschen zum Radfahren motivieren. Besonders wichtig ist Radfahren für Kinder, sagte Gewessler. Denn damit „verändert sich das Mobilitätsverhalten im Erwachsenenalter“. (RED/APA)

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