Hitzewellen, Waldbrände, Überschwemmungen. Die Risiken für Extremwetterereignisse nehmen durch die Klimaerwärmung immer mehr zu. Europa erwärmt sich laut der Klimaforschung nachweislich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Darauf sind wir nicht genügend vorbereitet.

Die EU muss sich nach Einschätzung von Klimaforscher:innen dringend stärker auf die Risiken vorbereiten, die mit dem Klimawandel verbunden sind. Vor allem müsse der Einsatz besser koordiniert werden, mahnt der Europäische Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel in ihrem neuen Bericht an.

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„Allein extreme Hitze hat in den letzten Jahren zu Zehntausenden vorzeitigen Todesfällen geführt.“

Ottmar Edenhofer, ESAC

„Wetter- und klimabedingte Extremereignisse verursachen bereits heute schwere Verluste in ganz Europa“, sagte der deutsche Beiratsvorsitzende Ottmar Edenhofer einer Mitteilung zufolge. „Allein extreme Hitze hat in den letzten Jahren zu Zehntausenden vorzeitigen Todesfällen geführt.“ Dazu kämen neben den Schäden an Ökosystemen wirtschaftliche Schäden von durchschnittlich rund 45 Milliarden Euro pro Jahr.

Europa erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt
Gefahren könnten sich weiter verschärfen

Diese Gefahren dürften sich weiter verschärfen, so der Beirat mit Sitz in Kopenhagen. Europa erwärme sich etwa doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt – die Auswirkungen seien in allen Regionen spürbar. Neben dem Klimaschutz sei die Klimaanpassung entscheidend. Der Beirat schlägt mehrere Maßnahmen vor, um die EU widerstandsfähiger zu machen – darunter „verbindliche und einheitliche Klimarisikobewertungen“. Außerdem empfiehlt er eine klare gemeinsame „Vision für eine klimaresistente EU bis 2050“, die Mobilisierung öffentlicher und privater Investitionen und die Verankerung des Themas in allen Politikbereichen. Die EU solle sich auf verschiedene Zukunftsszenarien vorbereiten und Maßnahmen zur Klimaanpassung laufend überwachen und auswerten, empfehlen die Klimaforscher:innen. (Red/APA)

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Empfehlungen des Beirats an die EU:

⦁ einheitliche Standards bei der Bewertung von Klimarisiken und gemeinsame Planungen für Auswirkungen einer Erwärmung von über 3°C bis 2100
⦁ klare Vision für eine klimaresistente EU bis 2050 und darüber hinaus
⦁ Klimaresilienz fair und verbindlich in allen EU-Programmen und Investitionen verankern
⦁ laufende Überprüfung
⦁ Investitionen in Klimaanpassung fördern und EU-weit einheitlichen Ansatz zur Bewältigung steigender Klimakosten schaffen